wappen_mus

Am 31.03.1938 wurde der Marine die neu erstellte militärische Anlage in Plön-Ruhleben/Holstein übergeben. Die III. Marineunteroffizier-Lehrabteilung rückte in die Kaserne ein.

vgl. Hans Stärk: Marineunteroffizierschule Plön/Holstein, Selbstverlag des Verfassers, 1974

Ansichten der MUS 1973
südwestliche Sicht nordöstliche Sicht


Von 1940 bis 1945 war in Ruhleben die III. Unterseeboot-Ausbildungs-Abteilung beheimatet. Am 22.04.45 verlegte die Seekriegsleitung und das Oberkommando der Marine nach Plön. Dönitz ging in das Barackenlager Stadtheide (Ausweichquartier Forelle) und nicht in die eigentlichen Kasernen. Er fungierte von dort aus ab 30.04.45 auch als Staatsoberhaupt. Als verbliebene Größe des Nazi-Regimes traf Himmler mit 30 bis 50 SS-Leuten ein. Das Marinesturmbatallion I war noch im Anmarsch; es gelang aber einer selbständigen Einheit unter dem Kommando von KKpt. Peter E. Cremer, die Lage herzustellen bzw. unter Kontrolle zu halten.

Die Führung von Staat und Streitkräften zog am Abend des 02.05.45 weiter nach Flensburg-Mürwik.

Am Nachmittag des 4. Mai tauchte der erste britische Panzerspähwagen vor der inzwischen ganz von deutschen Truppen geräumten Stadt Plön auf. Die endgültige Besetzung durch die 4. Britische Panzerbrigade, bestehend aus den COLD STREAM GUARDS, den KINGS GUARDS und den SCOTCH GUARDS erfolgte am 07.05.

Die Kaserne Ruhleben wurde zu den Connaught Barracks, Headquarters Schleswig-Holstein, Sub Area British Army of the Rhine. Nach Verlegung dieses Stabes am 10.03.1948 (nach Luisenlund) entstand auf dem Kasernengelände die KING ALFRED SCHOOL, in der bis 1959 Kinder von Angehörigen der Britischen Rheinarmee im Internatsbetrieb unterrichtet wurden. 1959/1960 belegte die WINDSOR GIRLS SCHOOL das Gelände.

Am 17.07.1950 wurde die St. Georges Chapel eingeweiht, in der im Rahmen der Militärseelsorge auch die Crew VII/73 aktiv wurde.

Gospelchor
Gospelchor in der Kapelle am 08.09.73, Tag der Offenen Tür

 

Merke: In der Grundausbildung gab es nur zwei sichere Möglichkeiten, dem anstrengenden Ausbildungsbetrieb zeitweise zu entkommen: SAN-Bereich und ESAK !

 

In den Aufbaujahren der Bundesmarine fand die Unteroffizierausbildung zunächst in Cuxhaven, dann in Brake, 1957-1960 in Eckernförde statt.

Am 27.09.1960 zog die Marineunteroffizierschule, damals noch tatsächlich, öffentlich und im Gleichschritt durch die Stadt, in Plön ein.

Einige markante Daten:

04.09.1962 Besuch des Französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle, begleitet durch Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Strauß

23.04.1965 Übergabe der Truppenfahnen durch Bundesverteidigungsminister Kai Uwe von Hassel in Anwesenheit des Inspekteurs der Marine, Vizeadmiral Zenker

30.09.1973 Einstellung der Maatenlehrgänge als Konsequenz der 1972 von 18 auf 15 Monate gekürzten Grundwehrdienstzeit.

1973 wurde erstmals ein ROA/ZOA<12 Jahrgang zur militärischen Grundausbildung (GA) zur MUS einberufen. Als Inspektion GA standen Disziplin, Landkampf (Viererseegelände), Disziplin, Schießen, Disziplin, Grüßen, Disziplin, militärische Ordnung, Sport ... und ab und an auch in nicht-olivgrünem Anzug der Bootsdienst im Vordergund.

Kpt.z.S. Haelbich u. KptLt Krafft

Der Schulkommandeur, Kpt.z.S. Haelbich und der Inspektionschef GA, Kptlt. Krafft (gleichzeitig Bootsoffizier der MUS)

Die Vereidigung der Angehörigen der Crew VII/73 fand am 08.09.1973 statt.

Vereidigung

 

 

v.l.n.r.: K.H.Meyer (2.Zug), G.Wolf (3.Zug), KzS Haelbich (Kdr.MUS), N.N. (1.Zug), J.Horn (Fahnenbegleitoffz.), OBtsm Meetz (Fahnenträger), LtzS Wagner (Fahnenbegleitoffz.)
 

Abzeichen 1974

 

U-Boot-Personal

 

Kampfschwimmer

 

Waffentaucher

 

© crew-vii73 2017